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Rund 217 Mio. Euro für Forschungsneubau HAFUN in der Science City

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Rund 217 Mio. Euro für Forschungsneubau HAFUN in der Science City Hamburger InvestitionsboosterRund 217 Mio. Euro für Forschungsneubau HAFUN in der Science City 9. Oktober 2026, von Newsroom-Redaktion Foto: Sprinkenhof GmbH, C.F. Møller Architects Der Hamburger Senat will das Hamburg Fundamental Interactions Laboratory (HAFUN) in der Science City Hamburg Bahrenfeld mit rund 217 Mio. Euro aus dem Hamburger Investitionsbooster finanzieren. Die Finanzierung erfolgt aus dem der Freien und Hansestadt Hamburg nach dem Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) zur Verfügung stehenden Anteil am Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes. Durch den Einsatz der LuKIFG-Mittel sinkt die jährliche Miete, die die Stadt ab 2030 für den Forschungsbau der Universität Hamburg aufbringt um rund drei Viertel. Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal: „Spitzenforschung braucht Infrastruktur, die die Forschung von morgen möglich macht. Mit HAFUN entsteht in der Science City genau das: ein Forschungsbau für Experimente, die weltweit nur an wenigen Orten möglich sind. Rund 200 Forschende werden hier den Rätseln des Universums nachgehen - in einem Gebäude, das selbst zum Messinstrument wird. Dass wir Bundesmittel aus dem Sondervermögen dafür einsetzen und die Miete dauerhaft um rund drei Viertel senken, ist eine nachhaltige Investition und zeigt: Auch in Zeiten der Konsolidierung nutzen wir unseren Spielraum, um in Wissenschaft und Forschung weiter voranzugehen.“ Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Mit dem Hamburger Investitionsbooster zünden wir jetzt auch für die Wissenschaft den nächsten Gang und setzen gezielt Bundesmittel für eines der bedeutendsten Forschungsprojekte unserer Stadt ein. Die Finanzierung des HAFUN in der Science City Hamburg Bahrenfeld ist ein Paradebeispiel dafür, wie wir die Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes passgenau für Hamburgs Zukunft einsetzen: Wir entlasten dauerhaft den Haushalt, schaffen Spielraum für weitere Investitionen und stärken zugleich die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unseres Wissenschaftsstandorts. So verstärken wir unseren ohnehin enormen Investitionshochlauf mit jährlich rund drei Mrd. Euro bis 2030 und sorgen dafür, dass Hamburg auch in herausfordernden Zeiten weiter ganz weit vorn ist – auch und gerade im Bereich Wissenschaft und Forschung.“ Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg: „Mit HAFUN entsteht in der Science City Hamburg Bahrenfeld eine herausragende Forschungsinfrastruktur für die Universität Hamburg. Sie schafft beste Voraussetzungen für unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, grundlegende Fragen zur Entstehung und Entwicklung des Universums zu erforschen und international an der Spitze mitzuwirken. Besonders freue ich mich, dass damit auch unser Exzellenzcluster Quantum Universe weiter gestärkt wird. Mein Dank gilt dem Senat und dem Bund für diese wichtige Investition in die Zukunft des Wissenschaftsstandorts Hamburg, sie ist ein starkes Signal für die Spitzenforschung in unserer Stadt.“ Von den rund 217 Mio. Euro entfallen etwa 207,5 Mio. Euro auf den Bau und rund 9,5 Mio. Euro auf Ersteinrichtung und Großgeräte. Die Mittel verteilen sich auf die Jahre 2026 bis 2030. Ohne den Einsatz der LuKIFG-Mittel wäre ab 2030 eine deutlich höhere Mietbelastung zu erwarten gewesen. Zusätzlich wird HAFUN aufgrund der herausragenden Qualität seiner Forschungsprogrammatik und seiner überregionalen Bedeutung vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit rund 34,3 Mio. Euro gefördert.  Auf dem Campus der Science City Hamburg Bahrenfeld entsteht mit HAFUN ein einzigartiger Forschungsbau für rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hamburg. Sie werden hier grundlegende Fragen der Teilchenphysik und Kosmologie erforschen – von den Eigenschaften Dunkler Materie bis zu Gravitationswellen. Das Gebäude wird durch integrierte Sensoren selbst zum Messinstrument: Spezielle Gravity-Labore ermöglichen Präzisionsexperimente, unter anderem mit einem neun Meter hohen Pendel. Die dort angesiedelten Arbeitsgruppen sind Teil des Exzellenzclusters „Quantum Universe“ und des Forschungsschwerpunkts „Teilchen-, Astro- und Mathematische Physik“, einem von fünf Schwerpunkten der Exzellenzuniversität Hamburg.  Der Bau hat im Dezember 2025 begonnen, die Fertigstellung ist für Ende 2029 geplant. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 224,19 Mio. Euro. Umgesetzt wird das Vorhaben im Mieter-Vermieter-Modell mit der Sprinkenhof GmbH. Hintergrund Hamburger Investitionsbooster Der Senat hat die Investitionen pro Kopf planerisch in Hamburg von 2018 bis 2027 mehr als verdreifacht. In seiner Haushaltsklausur Ende Juni hat der Senat beschlossen, hierbei noch draufzulegen. Zum einen werden die Investitionen im Kernhaushalt erstmals auf über 3 Mrd. Euro pro Jahr in der Finanzplanperiode bis 2030 hochgefahren. Zum anderen hat der Senat eine Investitionsliste für seinen Anteil am Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes beschlossen – der „Hamburger Investitionsbooster“ wird die Maßnahmen aus den verschiedenen Fördersegmenten bündeln und einen beschleunigten Mittelabfluss der Hamburg zustehenden Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes ermöglichen. Konkret erhalten die Länder nach dem Gesetz zur Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen von Ländern und Kommunen (Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz – LuKIFG) einen Betrag von insgesamt 100 Mrd. Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ zur Finanzierung von Sachinvestitionen in Infrastruktur, die in die Aufgabenzuständigkeit der Länder und Kommunen fällt. Gemäß der in § 2 LuKIFG aufgeführten Verteilung auf die Länder beträgt der Hamburg-Anteil 2,66 Mrd. Euro der Gesamtsumme von 100 Mrd. Euro. Der Senat will diesen Investitions- und Konjunkturimpuls zeitnah und unmittelbar wirksam werden lassen; er hat dafür zahlreiche prioritäre Vorhaben in Aussicht genommen. Der Bundesregierung und dem Senat ist es ein großes Anliegen, schnellstmöglich einen größtmöglichen Anteil der jedem Land zur Verfügung stehenden Mittel durch bewilligte Maßnahmen zu binden. Für Hamburg ist es daher von großer Bedeutung, die Mittel zügig zu veranschlagen und die Projekte umzusetzen. Beide Impulse – der eigene Investitionshochlauf und der Booster aus Bundesmitteln – werden ein zusätzlicher Konjunkturmotor für Hamburg sein, um weiter überdurchschnittliche Wachstumswerte zu erreichen sowie Beschäftigung und Steuereinnahmen zu sichern und auszubauen. Die geplanten Maßnahmen sind hier (hamburger-investitionsbooster-data.pdf) zu finden und werden vom Senat jeweils per Nachbewilligungsdrucksachen der Bürgerschaft zur Entscheidung vorgelegt. Hintergrund Science City Die Science City Hamburg Bahrenfeld ist eines der größten und wichtigsten Zukunftsprojekte Hamburgs. Sie bringt internationale Spitzenforschung und universitäre Ausbildung mit innovativen Unternehmen und lebenswerter Nachbarschaft zusammen. Die Science City Hamburg Bahrenfeld wird bis in die 2040er Jahre auf insgesamt 125 Hektar realisiert. Sie steht jedoch bereits heute für naturwissenschaftliche Exzellenz und weltweit renommierte Grundlagenforschung etwa in den Bereichen Physik, Chemie, Biologie, Medizin und Pharmakologie. Zu den Partnern zählen das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY), European XFEL, Fraunhofer-Gesellschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Universität Hamburg und viele weitere hochkarätige Akteure. Zugleich geht es um die Anwendung von Forschungsergebnissen – zum Beispiel für Fragen der Gesundheit, Digitalisierung, KI oder für die Entwicklung nachhaltiger Materialien. So wird der Standort durch den entstehenden Innovationspark Altona, einem einzigartigen Innovationsökosystem mit attraktiven Flächenangeboten für Unternehmen der Life Sciences, Nanotechnologie, Materialwissenschaften und Quantencomputing, ergänzt. Zudem entstehen mit den „Quartieren am Volkspark“ attraktive neue Nachbarschaften mit tausenden bezahlbaren Wohnungen, vielfältig nutzbaren Grünflächen, einer breiten sozialen Infrastruktur und einem nachhaltigen Mobilitätskonzept. Die Entwicklung erfolgt in enger Zusammenarbeit von Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Weitere Meldungen Foto: Claudia Höhne 14.10.2026|Im Fokus Hamburger Horizonte 2026: Feierlicher Auftakt im Rathaus zum Thema „Sicherheit in Krisenzeiten“ Mit einem Senatsempfang im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses hat Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal am 13. Oktober die Hamburger Horizonte 2026 eröffnet. Unter dem Jahresthema „Zur Sicherheit“ fragt die Veranstaltungsreihe bis zum 23. November, was uns in einer von Krieg und Krisen... Foto: UHH/Röttger 01.10.2026|Im Fokus THE Ranking: Universität Hamburg gehört jetzt zu den Top 10 in Deutschland Die Universität Hamburg hat im neuen THE (Times Higher Education) World University Ranking ein herausragendes Ergebnis erzielt: Erstmals gehört sie zu den Top 10 der Universitäten in Deutschland. In der Gruppe der besonders forschungsintensiven Hochschulen U15 belegt die UHH Rang sieben.