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Nobelpreis für Chemie: Wie die FAU an der ausgezeichneten Forschung anknüpft

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Nobelpreis für Chemie: Wie die FAU an der ausgezeichneten Forschung anknüpft Der Nobelpreis für Chemie ging in diesem Jahr an den französischen Wissenschaftler Henri B. Kagan und den Japaner Kenso Soai für die Entdeckung nichtlinearer Effekte und der Autokatalyse in der asymmetrischen organischen Synthese. An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) forscht Professorin Dr. Svetlana B. Tsogoeva zu diesem Themengebiet. Gemeinsam mit ihrer Arbeitsgruppe gelang es ihr erstmals, das Prinzip der asymmetrischen Autokatalyse auf rein organische Systeme zu übertragen. Die meisten Biomoleküle sind chiral. Das bedeutet, dass sie in zwei Formen vorkommen können, allgemein links- bzw. rechtshändig genannt, die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten, aber nicht deckungsgleich sind. Das Leben zeigt eine auffällige Präferenz für eine Form gegenüber der anderen. Wie diese ausgeprägte Asymmetrie entstanden ist, zählt bis heute zu den großen offenen Fragen zur Entstehung des Lebens. „Henri B. Kagan und Kensō Soai haben mit ihren wegweisenden Arbeiten zu nichtlinearen Effekten und zur Autokatalyse in der asymmetrischen organischen Synthese entscheidend zum Verständnis dieser Phänomene beigetragen“, erklärt Professorin Tsogoeva. „Sie zeigten, wie sich bereits kleinste anfängliche Unterschiede im Verhältnis von links- zu rechtshändigen Molekülen chemisch verstärken lassen, bis ein deutlicher Überschuss der einen Form entsteht. Ihre Forschung hat das Verständnis der asymmetrischen Verstärkung wesentlich vertieft und wichtige Erkenntnisse zu chemischen Prozessen geliefert, die erklären könnten, wie sich die biologische Homochiralität herausgebildet hat.“ „Kenso Soai habe ich als Kollegen auf verschiedenen Konferenzen gut kennengelernt“, berichtet Svetlana Tsogoeva. „Ich freue mich sehr, dass der diesjährige Nobelpreis die wegweisenden Beiträge von Henri B. Kagan und Kensō Soai auf dem Gebiet der nichtlinearen Effekte und der Autokatalyse in der asymmetrischen organischen Synthese würdigt. Ihre Arbeiten haben maßgeblich geprägt, wie Chemikerinnen und Chemiker über die asymmetrische Verstärkung chiraler Verbindungen und die Entstehung biologischer Homochiralität denken.“ Kontakt Kontakt E-Mail: presse@fau.de Telefon: +49 9131 85-70229 Zuletzt aktualisiert: 13. Oktober 2026 - 13:46